Quinary Don vom Dänischen Wohl

 

21.08.2009

Farbe: schwarz weiß
Größe: 51cm
Gewicht: 18kg
HD: noch nicht ausgewertet
ED: noch nicht ausgewertet
Augen: Welpenuntersuchung frei,

vollständiges Scherengebiss

Ausbildung: BH, Startberechtigung O1

 

Pedigree

Wie er leibt und lebt...

Der Bube ist nun schon fast 2 Jahre hier und es fällt mir immer noch schwer etwas über ihn zu schreiben. Don ist mein unkompliziertester Hund im Alltag. Er hat fast super schnell gehört und sich total problemlos ins Rudel eingefügt.
Er ist ein extrem braver Hund, kein Raufer, und immer freundlich zu anderen Hunden, auch wäre es ihm nie in den Sinn gekommen einen Jogger zu jagen oder einen Radfahrer auszubremsen - nein, der Donneman war sozusagen "automatisch erzogen".

Don hat, zumindest wie er sich bis jetzt zeigt, keine großen Ansprüche, er arbeitet zwar auf dem Hundeplatz mit, aber er "braucht" diese Arbeit nicht. Er ist sehr bemüht, möchte alles richtig machen, aber er arbeitet auf einem sehr niedrigen Trieblevel. Er ist nicht der Typ Border, der von 0 auf 100 in 1 Sekunde ist ;) Dons Lebensmotto wäre wohl eher "Eile mit Weile" ;)
Er freut sich wenn wir zusammen was machen, aber rennen? Im Trab geht doch genauso... Balli und Co. sind zwar schön, aber nicht so interessant, dass er ernsthaft Spannung aufbauen würde.

Wenn man das so liest, so merkt man glaube ich, dass wir es noch lange nicht geschafft haben in irgendeiner Form als "Team" zusammen zu finden. Nach Nell hat es der Bube auch sehr schwer, allerdings kann ich mir noch nicht in letzter Konsequenz die Frage beantworten, ob der Bube überhaupt ein "Sportler" werden möchte.

Wir warten ab und schauen weiter, schließlich ist der Bube ja noch jung - und ich muss mir immer wieder sagen lassen "Jungs brauchen einfach etwas länger" :)

Update 30.12.2011: Ich war die ganze Zeit mit seiner Arbeitseinstellung nicht so glücklich. Ich habe immer gesagt „der Bube tut alles, aber nur weil er ein braver ist, nicht weil er will“. Er kam mir oft einfach faul vor. Beim Training wie im Alltag. Zudem hatten wir immer schon das Problem, dass er nachts mehrfach raus musste um Kot abzusetzen. Das hat sich irgendwann auf in Extremfällen bis zu fünf Mal pro Nacht zugespitzt zudem trank er Unmengen. Wohlgemerkt war der Kot immer absolut normal geformt nur eben Unmengen. Im Sommer habe ich dann (aus Zeitmangel) vermehrt Trockenfutter gefüttert, und Don nahm trotz riesiger Futtermenge binnen kurzer Zeit zwei Kilo ab, sein Fell war besch*** und er musste noch öfter. Als ich damit zum Tierarzt ging bestand zuerst der Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Dieser Verdacht hat sich aber weder durch einen Bluttest noch durch eine (zur Sicherheit anschließende) Kotuntersuchung bestätigt. Allerdings ergab eine Analyse der Bestandteile des Kots, dass der Bube die Kohlenhydrate / die Stärke nicht verwertet. Auf die trotzdem zu gefütterten Bauchspeicheldrüsen-Enzyme hat er Null reagiert (klar war ja eigentlich nach dem negativen Befund zu erwarten). Mir kann niemand bis jetzt genau sagen WAS der Hund hat, also was genau die Ursache ist. Da er trotz dem zu füttern der Enzyme weiter abgenommen habe, habe ich seine Ernährung komplett umgestellt. Er bekommt nun nur noch rohes Fleisch (und wirklich nur Muskelfleisch, Herzfleisch und Leber vom Rind und dann noch Putenhälse und Öle).  4 Wochen später hat der Bube die 2 Kilo wieder drauf gehabt.
Und nun kommt die wirklich beachtliche Veränderung: diese Futterumstellung habe ich etwa Anfang Oktober durchgeführt. Jetzt (Mitte Dezember) habe ich einen komplett anderen Hund als ich ihn je davor kannte. Er ist sooo genial im Training. Er zeigt einen Willen den ich nie bei ihm gesehen habe. Er schreit vor Übermotivation wenn wir auf den Platz gehen (jaaa ich weiß die Kommunikationsfreudigkeit kostet mich bei Nell schon jede Menge Punkte, aber egal, ich bin einfach nur glücklich, er sagt „ja ich will, ich will, ich will“). Er macht Unsinnsachen, die ich eigentlich von einem jungen Hund erwarte (ach ich klaue mal die Pylone und gase damit über den Platz, oder wie DEIN Apport – nö vergiss es!). Er will Kommandos vorweg nehmen, und hat eine tolle Reaktionsgeschwindigkeit. Vom Tempo her liegen Welten zwischen Don heute, und Don vor 3 Monaten. Er hat zwar nicht ganz das Nell-Tempo, aber dazu auch eigentlich nicht die Anatomie, dafür macht er alles mit einer unglaublichen Kraft. Er schwebt nicht mit einer Leichtigkeit über den Platz wie die Mädels, sondern er kämpft so richtig. Nicht ganz so leicht zu beschreiben, muss ich aber auch nicht – ich bin mir sicher, dass wenn wir und wieder etwas aufeinander abgestimmt haben (im Moment kollidieren wir noch zu oft) wird man ihn sicher auf der ein oder anderen Prüfung sehen ;).
Ich habe derweil ein etwas schlechtes Gewissen, weil ich diesen durchaus schleichenden Prozess der Verschlechterung so spät erst gemerkt habe. Aber dadurch, dass ich phasenweise nur roh füttere oder minimal Trockenfutter habe ich seine Beschwerden erst sehr spät wirklich als Beschwerden erkannt. Aber ich bin umgekehrt so glücklich, dass  es dem Buben gut geht und dass er endlich der ausgelassene Junghund ist, der er hätte schon die ganze Zeit sein müssen.

 

Dons Galerie